Manche Tage beginnen mit Nebel über den Wiesen von Burgberg, und man ahnt noch nicht, wie viele verschiedene Leben man an einem einzigen Vormittag berühren wird. Heute ist so ein Tag. Ich nehme dich mit – durch vier Begegnungen, die zeigen, wie vielschichtig Energiearbeit in der Praxis eigentlich ist.
Der erste Termin führt mich zu einer Familie, deren Hund die letzten Tage seines Lebens erreicht hat. Ich setze mich einfach zu ihm auf den Boden, lasse meine Hand ruhen, wo er sie zulässt, und werde still. Es geht hier nicht darum, etwas zu reparieren – es geht darum, Raum zu halten. Für ihn, damit sein Loslassen leichter wird. Und genauso für die Menschen, die neben ihm sitzen und von innen zerbrechen.
Die mental-energetische Unterstützung, die ich in solchen Momenten anbiete, richtet sich deshalb an beide Seiten der Leine. Während ich energetisch mit dem Tier arbeite, bleibt mein Blick genauso bei der Halterin: Wie geht es ihrem Nervensystem gerade? Was braucht sie, um in diesem Abschied nicht allein zu sein? Manchmal ist das ein paar ruhige Sätze, manchmal einfach nur meine Anwesenheit, die sagt: Du musst das jetzt nicht allein tragen. Ich unterstütze – heilen kann in diesen Stunden niemand etwas, außer der Zeit selbst.
Zweiter Termin, anderes Thema, ähnliche Grundfrage: Wem gehört eigentlich der Raum, in dem ich stehe? Ein Ehepaar hat vor einigen Monaten ein Haus gekauft – schön, gut gebaut, und trotzdem: Sie kommen einfach nicht an. Etwas fühlt sich fremd an, obwohl längst ihre eigenen Möbel dort stehen.
Bei einer energetischen Haus-Reinigung gehe ich Raum für Raum, oft mit einer Rune als Wirk-Kraft im Gepäck, die das bestehende Energiemuster sanft in Bewegung bringt. Häufig tragen Häuser frühere Bewohner – ihre Konflikte, ihre Trauer, ihre unerledigten Themen – lange nach, ohne dass es jemand bewusst wahrnimmt, man spürt nur eine diffuse Schwere in bestimmten Ecken. Genau dort setze ich an: die Fremdenergie des Vorbesitzers behutsam lösen und dem Haus wieder Platz geben, tatsächlich zum neuen Zuhause zu werden. Am Ende steht meist ein Satz, den ich immer wieder höre: "Es fühlt sich leichter an – als könnten wir jetzt erst richtig einziehen."
Mittags wechselt das Bild komplett. Eine Klientin sitzt mir gegenüber, die seit einem Vorfall in der Kindheit jeden Hund auf der Straße meidet – ein Umweg, der ihren Alltag längst prägt. In der Hypnosecoaching-Sitzung geht es mir nie darum, Angst kleinzureden oder mit dramatischen Bildern zu arbeiten. Im Gegenteil: Ich erkläre ihr in ruhigen Worten, was mediale Hypnose eigentlich ist – ein Zustand erhöhter, fokussierter Aufmerksamkeit, in dem das kritische Denken einfach etwas zur Seite tritt und wir direkter mit dem Unterbewusstsein arbeiten können.
Eine Hundephobie hat fast nie nur eine Ursache. Sie ist multifaktoriell gewachsen: ein Erlebnis, eine übernommene Anspannung der Eltern, vielleicht ein Satz, der sich eingebrannt hat. Meine Aufgabe ist nicht, "die eine Lösung" von außen zu liefern – die Lösung trägt sie längst in sich, oft ungesehen. Ich begleite sie nur dabei, diesen inneren Ressourcen wieder Raum zu geben, damit ihr Unterbewusstsein selbst neue, sichere Reaktionsmuster entwickeln kann. Als sie am Ende der Sitzung die Augen öffnet, wirkt ihr Gesicht spürbar entspannter – nicht, weil ich etwas "weggenommen" habe, sondern weil etwas in ihr sich neu sortieren durfte. Mein Verständnis von Hypnose geht dabei auf mein Ausbildungshaus zurück, das Institut Palacios Relations, bei dem ich diese ressourcenorientierte Arbeitsweise gelernt habe.
Der letzte Termin des Tages gilt der Höhenangst eines Mannes, der beruflich eigentlich öfter auf Gerüste oder Leitern müsste – und es bislang vermied, wo es nur ging. Auch hier gilt dieselbe Grundhaltung: kein Erschrecken, keine Dramatik, sondern ein ruhiges Erforschen dessen, was sich unter der Angst eigentlich verbirgt. Oft liegt dort ein Gefühl von Kontrollverlust, manchmal eine ganz andere, viel ältere Erfahrung, die mit Höhe erstmal gar nichts zu tun hatte.
In der Trance arbeite ich mit Bildern und Runen als unterstützenden Wirk-Kräften, die diesen inneren Prozess vertiefen und ihm zusätzlichen Halt geben. Wieder gilt: Ich bringe nichts von außen hinein, das er nicht bereits in sich trägt. Ich helfe lediglich, den Zugang dazu freizulegen. Als er am Nachmittag geht, sagt er lachend, er merke schon jetzt, wie sich "der Boden unter dieser Angst" ein Stück verschoben habe.
Wenn ich abends auf der Terrasse sitze und über den Tag nachdenke, wird mir jedes Mal aufs Neue klar, wie unterschiedlich Energiearbeit im Alltag aussehen kann – und wie sehr sie doch immer demselben Prinzip folgt: Ich verändere nichts von außen. Ich schaffe Raum, damit das, was ohnehin schon da ist – Ruhe, Klarheit, die eigene innere Lösung –, wieder ans Licht kommen darf. Bei einem sterbenden Hund genauso wie in einem neuen Haus, bei einer Hundephobie genauso wie hoch oben auf einem Gerüst.
Das ist Runen-Gefühl für mich: kein lautes Heilversprechen, sondern ein stilles Begleiten dorthin, wo die Antwort längst gewartet hat. Wenn du magst, dass ich dich auf deinem eigenen Weg begleite – ob mit einem Tier, einem Raum oder einer Angst, die schon zu lange bleibt – schau dir gerne meine Angebote an.
Oder trag dich in meinen Newsletter ein – für neue Geschichten aus dem Alltag, Runen-Impulse und Einblicke in meine Arbeit, direkt in dein Postfach.
Du erhältst danach eine Bestätigungsmail (Double-Opt-in) – erst mit deinem Klick darin ist die Anmeldung aktiv. Abmeldung jederzeit möglich.